Coole Ferienspaßaktion: Kinder vom "Über-Mut" laufen kreuz und quer durch Halle-Neustadt bei Umwelt-Rallye.

ASB-Kids knacken so gut wie alle Fragen zum Rallye-Thema "Saubere Umwelt - Schöne Stadt" und sind der „Sieger der Herzen“.

„Auf die Plätze, fertig los!“, hieß es für unsere ASB-Kids der Jugendhilfestation „Über-Mut“. Erstmals nahmen sie in diesem Jahr an der Neustadt-Rallye teil, die die sechs Jungen und Mädchen quer durch Halles jüngsten Stadtteil führen sollte.

Nachdem die Verpflegungsbeutel ausgegeben waren und sich alle Mannschaften zu einem Gruppenfoto vor dem Start in unserer Jugendhilfestation „Über-Mut“ formierten, erhielten die Kids zusätzlich Müllsäcke und Abfallgreifer. Denn eine Extraaufgabe war es, Unrat, der in die gelbe Tonne gehört, einzusammeln. Und zwar so viel wie möglich, denn dieser wurde am Ende gewogen. Innerhalb weniger Meter war der Sack vom „Über-Mut“ bereits gut gefüllt. „Unglaublich, was alles in Hecken, auf Wiesen und Gehwegen hier rumliegt“, staunte Dario.
Insgesamt sechs Stationen warteten mit spannenden, spielerischen und spaßigen Aufgaben rund um das Thema „Saubere Umwelt - Schöne Stadt“ auf alle Teams. 
Mit Rallye-Guide, Stempelbogen und Kugelschreiber in den Händen führte Annalena das Team an, die anderen sammelten fleißig Joghurtbecher, Plastiktüten oder kaputtes Spielzeug ein. Die „Schnitte Süd“, eine Einrichtung, die Kinder von der Straße holt, ihnen einen Zufluchtsort bietet und eine warme Mahlzeit, war die erste Station.  Beim „Energiespar-Quiz“ mit Michaela zeigten sich Annas und Ann Sophie als besonders pfiffige Energiesparfüchse. Zehn Punkte konnte das Team hier ergattern. Weiter ging es Richtung Südpark, zur Außenstelle der Verbraucherzentrale. Dort wartete bereits Herr Schönekäs mit seinem „Müll-Quiz“. Was kommt in welche Tonne? Was muss gesondert entsorgt werden? Unsere ASB-Kinder zeigten auch hier, dass sie bereits jede Menge über Mülltrennung wissen. Nun stand allen der längste Fußmarsch bevor, denn vom Süden ging es bis ganz in den Norden von Neustadt, in das Mehrgenerationenhaus „Pusteblume“. Ziemlich durchnässt und schon etwas hungrig ließen sich die ASB-Teilnehmer an diesem kühlen und feuchten Herbsttag erst einmal in der Nähe der Heizung nieder. Doch Alina, die FSJlerin der "Pusteblume“, ließ ihnen kaum Zeit zum Durchatmen. Flink stellte sie ihre erste Frage: „Wisst ihr, wie lange eine herkömmliche Babywindel braucht, um vollständig zu verrotten?“ Die Lösung lautet über 450 Jahre! Da staunten nicht nur die Kids, sondern auch die Erwachsenen. In der „Pusteblume“ konnte Team „Über-Mut“ wieder punkten und gemeinsam machte man sich nun auf den Weg zur „Schnitte Ost“. Dort waren diesmal Geschicklichkeit und Kreativität gefragt. Aus alten Blechdosen gestalteten die Kinder Pflanzgefäße für sich selbst, für Freunde oder Verwandte. Danach ging es wieder flink weiter! In der Kulturwerkstatt „Grüne Villa“ in der Mitte von Halle-Neustadt warteten bereits Anke und Jenny mit merkwürdigen Musikinstrumenten auf die Kinder. Ein altes Regenfass, Colaflaschen, Stapelchipsbehälter? Alles macht Musik und die Kinder machten mit. Zu einer gemeinsam ersponnenen, phantasievollen Geschichte rund um einen waghalsigen Rennfahrer trommelten, zupften, hämmerten und raschelten die Kinder den musikalischen Background. Und als Anke nach der kleinen "Vorstellung" meinte: „Das war die schönste Melodie, die ich heute gehört habe“, waren alle sichtlich stolz. 
Schnell ging es wieder weiter, denn allmählich knurrten die Mägen und der Regen ließ auch nicht nach. Die letzte Station stand auf der Liste, der "FamilienBETRIEB Roxy“
Schon von weitem schnupperten die Kinder die deftige Bratwurst auf dem Grill, es gab leckere Salate, Brot, warme Getränke und selbstgebackenen Kuchen. Doch bevor sich Annalena, Dario, Jessica, Leonie, Ann-Sophie und Annas an das Buffet stürzten, wurden ihre drei! pickepackevollen Müllsäcke gewogen. 9,8 Kilogramm! Team „Über-Mut“ hat hier alle anderen eiskalt erwischt. Kein anderes Team hat mehr Unrat sammeln können. „Irgendwie läuft man immer mit geschlossenen Augen durch die Stadt und achtet auf solche Dinge gar nicht“, sagt Ann-Sophie, die immer noch nicht glauben kann, dass Leute ihren Müll einfach auf der Straße ablegen. Wer schlussendlich die meisten Punkte sammeln konnte, erfuhren alle Teilnehmer nach dem gemeinsamen Essen in großer Runde zur Siegerehrung. Mit seinem dritten Platz hat sich das ASB-Team „Über-Mut“ grandios geschlagen und ist der eigentliche Sieger, der Sieger der Herzen! Denn kein Team hat mehr Unrat innerhalb der sechs Stunden sammeln können und so einen nachhaltigen Beitrag zur Verschönerung unser Stadt geleistet. Alle Teilnehmer können stolz auf sich sein!