Neues aus der Landesrettungsschule

Viel Presserummel zur Vorstellung des neuen Simulationszentrums der Landesrettungsschule der DRK- und ASB-Landesverbände gGmbH.

Angehende Notfallsanitäter retten das Leben eines verunfallten Dummys unter authentischen Bedingungen.

Zahlreiche Medienvertreter waren live dabei, als ein "schwerverletzter Elektriker" in Form eines lebensechten Dummys, von angehenden Notfallsanitätern gerettet wurde. Der Handwerker wollte nur den Beamer an der Decke eines Unterrichtsraumes reparieren. Dabei hat er einen Stromschlag erlitten und ist samt Leiter gefallen. Da liegt er nun, kaum ansprechbar, am Boden. Der "Patient" ist augenscheinlich schwer verletzt.
Für die angehenden Notfallsanitäter ist dieser praxisnahe Unterricht die beste Vorbereitung auf Einsätze in Akutsituationen draußen, in der Realität. Die Lebensretter erkannten die Lage am Unfallort sofort: Neben einem Stromschlag hatte der „Verunfallte“ eine schwere Wirbelsäulenverletzung. Beruhigend auf den jungen Mann einwirkend begannen sie mit ihrer Arbeit. 
Lebensbedrohliche Krankheitsbilder des Verunfallten wurden mit verschiedenen Simulationssystemen authentisch nachgestellt. Denn mit Hilfe moderner Techniken ist es möglich, dynamische Szenarien über mehrere Stationen, vom Unfallort, über den Transport mit dem RTW bis hin zur Ankunft in der Notaufnahme im Krankenhaus zu simulieren. Ergänzt durch realistische Umgebungsgeräusche, wie zum Beispiel die Geräuschkulisse an einer vielbefahrenen Autobahn oder eines Gewitters, erfahren die künftigen Retter sehr authentische Einsatzsituationen.
„Bei uns erleben die Schülerinnen und Schüler praxisnahen Unterricht in zwei Patientenräumen eines Rettungswagens (RTW) mit verschiedenen, modernen Simulationssystemen. Wir können so lebensbedrohliche Krankheitsbilder mit Hilfe von Rollenspielen absolut realistisch nachstellen.“ Und damit erklärt sich Sven Baumgarten, Geschäftsführer und Schulleiter, auch die Quote von 90 Prozent der Auszubildenden, die die Abschlussprüfung bestehen.
Übrigens: In unserer Landesrettungsschule der DRK-und ASB-Landesverbände gGmbH trainieren mit Hilfe dieser Ausbildungstechnik auch Teams aus Akutbereichen der Klinik und Präklinik sowie Luftrettung, denn nirgends in Sachsen-Anhalt gibt es ein moderneres Simulationszentrum.

Text: Irina Schmaus