Pressemitteilung

Angehörigenabend im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Salus gGmbH Fachklinikum Bernburg im ASB-Zentrum „Am Kurpark“.

Teils emotional und bewegt berichteten die Anwesenden von ihren Erfahrungen mit der pflegebedürftigen Mutter oder dem pflegebedürftigen Vater.

Miteinander, damit es besser geht! So kann der Mittwochabend, 05. Februar 2020, im ASB-Zentrum „Am Kurpark“ in der Solbadstraße 2c treffend zusammengefasst werden. Dieser erste Angehörigenabend des ASB-Regionalverbandes Anhalt-Bernburg e.V. und dem Salus gGmbH Fachklinikum war die Auftaktveranstaltung. Geplant ist, sich künftig regelmäßig mit Verwandten und Angehörigen Pflegebedürftiger zu treffen. 
Für sie stellt sich oftmals die Frage, wie mit dem jeweiligen Krankheitsbild umzugehen ist. Wie helfe ich und welche Probleme könnten künftig auf mich zukommen? Wie kommuniziere ich mit Demenzkranken und wo finde ich Antworten? Über solche und andere Fragen, die sich im Umgang mit Pflegebedürftigen stellen, wurde ausführlich diskutiert und informiert. Neben den drei Initiatoren Michael Fritzsching, Heimleiter beim ASB-Regionalverband Bernburg-Anhalt e.V., Chefarzt Dr.med. Hagen-Torsten Schmidt, u.a. Spezialist der Gerontopsychiatrie, ein Fachgebiet mit ständig wachsender Bedeutung, und Sozialarbeiterin Uta Gross vom Salus gGmbH Fachklinikum Bernburg war auch der Geschäftsführer des ASB- Regionalverbandes, Börries Hochfeldt, zu Gast.
Teils emotional und bewegt berichteten die Anwesenden von ihren Erfahrungen mit der pflegebedürftigen Mutter oder dem pflegebedürftigen Vater. Sie erzählten von täglichen Besuchen, die sie trotz beruflicher Verpflichtungen auf sich nehmen, davon, dass sich ihre Lieben nicht helfen lassen möchten, sich merklich verändern und sozial ausgrenzen. Auch das Gefühl, stets ein schlechtes Gewissen zu haben, wurde geschildert. 
Dr. med. Hagen-Torsten Schmidt weiß um solche Empfindungen und die damit einhergehenden emotionalen Notlagen und erklärt, dass die Selbstlosigkeit, mit der manche Angehörige ihren Alltag bestreiten, nicht überschätzt werden solle, denn man selbst könne daran psychisch erkranken.
Für Heimleiter Michael Fritzsching ist nicht nur die Einbindung der Angehörigen in den Alltag Pflegebedürftiger wichtig, er hat im Rahmen von Aufnahmegesprächen die Erfahrung gemacht, wie wertvoll es ist, den Pflegebedürftigen selbst mit einzubinden und ihn so mit seinen Ängsten nicht allein zu lassen. „Eine Gesprächskultur, die Angehörige und Betroffene vereint, löst Probleme und klärt auf“, so Fritzsching.
Am Ende der Veranstaltung zieht er eine positive Bilanz: „Um das Wohlbefinden unserer Bewohner zu garantieren, legen wir Wert auf eine kontinuierliche und intensive Zusammenarbeit mit deren Angehörigen. So ist auch die Idee zu dieser ungewöhnlichen und offenen Diskussionsrunde entstanden. Wir wollten Ängste und Sorgen nehmen und bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das ist uns mit diesem ersten Angehörigenabend gelungen.“
Chefarzt Dr.med. Hagen-Torsten Schmidt und Sozialarbeiterin Uta Gross von der Salus gGmbH Fachklinikum Bernburg werden im Rahmen dieser „Angehörigenabende“ weitere Senioreneinrichtungen in und um Bernburg ansprechen und zu solchen wichtigen Diskussionsrunden einladen.