Der ASB-Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. zu Besuch in Bernburg.

Geschäftsführer des ASB Regionalverbandes Bernburg-Anhalt e.V. , Börries Hochfeldt, nimmt sich viel Zeit und informiert umfangreich.

Ein interessanter, informativer, instruktiver und vor allem herzlicher Besuch im wunderschönen Bernburg!

Ein kalter, trister Tag Anfang Januar. Wir sind zu Gast beim ASB-Regionalverband Bernburg-Anhalt e.V. und während es draußen stürmt, es gar zu schneien anfängt und die Sonne sich nicht blicken lässt, erwarten uns drinnen Wärme, Herzlichkeit und die wohl leckersten Plätzchen der Welt. Geschäftsführer Börries Hochfeldt berichtet von den Herausforderungen, die es zu bewältigen galt, von den Hürden, die überwunden werden mussten, bis das gerade erst vor drei Jahren eröffnete ASB-Zentrum „Am Kurpark“ in Betrieb genommen werden konnte. Denn neben der maroden Baustruktur galt es vor allem die Auflagen des Denkmalschutzes zu beachten. Das ehemalige Kinderheim der Deutschen Reichsbahn und ehemalige Kurhotel wurden als Flächendenkmal grundhaft saniert.
Heute findet man, direkt am Ufer der Saale gelegen, eine der modernsten und nach den aktuellsten Pflegestandards konzipierte Pflegeeinrichtung. Gegenwärtig gibt es hier 33 vollstationäre Pflegebetten (21 Einzelzimmer, sechs Doppelzimmer), die sich über drei  Etagen verteilen. Highlight ist eine große Sonnenterrasse, von dieser können die Bewohner geruhsam ihren Blick über das wunderschöne Bernburg bis weit ins Saaletal schweifen lassen. Eine zusätzliche Tagespflege für maximal 17 Gäste und 16 barrierefreie Wohnungen runden das umfangreiche Angebot des Hauses „Am Kurpark“ ab.
Nach der ausführlichen Begehung fahren wir nun ans andere Ende der Stadt. Dort steht, so Börries Hochfeldt „eine Institution in Bernburg“, nämlich das ASB-Pflegeheim „Rosenblick“. Hier wird sogar seit einiger Zeit selbst gekocht! Und zwar nicht nur für die 70 Seniorinnen und Senioren, die dort durch qualifiziertes Pflegepersonal liebevoll umsorgt werden, sondern auch die Bewohner des Hauses „Am Kurpark“ und eine Schule werden über die Großküche täglich mit frischen, warmen und leckeren Mahlzeiten versorgt. Und wie es der Zufall will, bietet es sich gleich an, die Kochkünste der Belegschaft vor Ort testen zu dürfen. Das knusprige, frische Fischfilet mit würziger Dilltunke reiht sich direkt hinter dem am Anfang beschriebenen süßen Backwerk auf Rang 2 ein. So ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass das Restaurant, in welchem die Bewohner vom Pflegepersonal am Tisch bedient werden, ein beliebter Anlaufpunkt ist und Anwohner von außerhalb sich hier zum gemeinsamen Mittagsmahl treffen. Ein wichtiger sozialer Aspekt für die zumeist älteren Mitbürger in der Nähe, der auch Börries Hochfeldt sehr am Herzen liegt. Denn so kommen die „Fremdesser“ miteinander ins Gespräch und verbringen Zeit miteinander und manch einer von Ihnen trägt sich mit dem Gedanken, später, sollte er mal nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs sein können, seinen Lebensmittelpunkt ganz in den „Rosenblick“ zu verlegen…
Jeder Hilfebedürftige, unabhängig vom Krankheitsbild, unabhängig von seinem Einkommen, seiner sozialen Stellung und seiner Religion ist genauso in der Seniorenresidenz „Saaleblick“ in Alsleben willkommen. Den Fachkräften im „Saaleblick“, eine weitere Einrichtung des ASB Bernburg-Anhalt, ist jeder Bewohner wichtig. Hier finden, wie auch in den anderen beiden Häusern, regelmäßig vielfältige Veranstaltungen statt: Von Bewegungstherapien, diversen Aktionstagen, Festen der Jahreszeiten, Spaziergängen und sogar Ausflugsfahrten, wird vieles angeboten. Und das sind nur einige Aktivitäten, die von den Bernburger und Alslebener Senioren geschätzt werden.
Nach dem Mittagessen treffen wir auf Michael Fritzsching, er ist Heimleiter vom Senioren- und Pflegeheim „Rosenblick“ sowie vom Haus „Am Kurpark“. Auf die Frage, welche Herausforderungen im noch "nigelnagelneuen" Jahr auf ihn und die Belegschaft zukommen, hat er sofort eine Antwort: „Die gesamte Pflegedokumentation, ein wichtiger und vor allem zeitraubender Aspekt der Arbeit unserer Pflegekräfte, soll nun auch im „Rosenblick“ digital erfolgen. Im Haus „Am Kurpark“ haben wir von Anfang an mit EDV-gestützter Dokumentation gearbeitet und ausschließlich beste Erfahrungen gesammelt. Jetzt wollen wir hier im Haus nachziehen“.
Es ist Nachmittag geworden und die Zeit, gespickt mit vielen Informationen, Emotionen und vielfältigen Einblicken in die Arbeit des Regionalverbandes Bernburg-Anhalt e.V., verging wie im Flug. Spätestens zum Sommerfest im Haus „Am Kurpark“ sehen wir uns wieder.