ASB bekräftigt Unterstützung für zivile Seenotrettung
Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) steht weiterhin geschlossen an der Seite der zivilen Seenotrettung im Mittelmeer. Anlässlich eines Besuchs auf dem Rettungsschiff „Humanity I“ im italienischen Syrakus hat der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein die uneingeschränkte Solidarität mit der Organisation SOS Humanity bekräftigt und deutliche Kritik an politischen Rahmenbedingungen geäußert. „Wer heute im Mittelmeer Menschen rettet, handelt nicht politisch, sondern aus humanitärem Verantwortungsbewusstsein“, so Fleckenstein. Gleichzeitig werde die Arbeit ziviler Organisationen zunehmend erschwert – etwa durch behördliche Festsetzungen von Schiffen oder restriktive gesetzliche Vorgaben.
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Dramatische Lage im Mittelmeer
Die Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit: Seit 2014 sind mehr als 33.000 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen oder gelten als vermisst. Allein in den ersten Monaten des Jahres 2026 wurden bereits über 600 Todesopfer registriert – ein trauriger Höchststand für diesen Zeitraum.
Trotz dieser Entwicklung sehen sich Organisationen wie SOS Humanity weiterhin mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert. Das Rettungsschiff „Humanity I“ wurde zuletzt im Februar 2026 erneut von italienischen Behörden festgesetzt.
Forderung nach europäischer Lösung
Der ASB fordert daher ein koordiniertes europäisches Seenotrettungsprogramm. Menschenleben zu retten sei eine gemeinsame Verantwortung der Staaten und dürfe nicht allein der Zivilgesellschaft überlassen werden.
Zugleich wird kritisch bewertet, dass staatliche Unterstützung für humanitäre Hilfe zuletzt deutlich reduziert wurde. Dies stehe im Widerspruch zu politischen Zielsetzungen und verschärfe die Lage für Schutzsuchende zusätzlich.
Einordnung aus Sachsen-Anhalt
Auch der ASB Landesverband Sachsen-Anhalt steht hinter dieser klaren humanitären Haltung. Als Teil des bundesweiten ASB engagieren wir uns für Menschen in Not – unabhängig von Herkunft oder Aufenthaltsstatus.
Unsere Arbeit im Rettungsdienst, im Bevölkerungsschutz sowie in der sozialen Unterstützung basiert auf denselben Grundprinzipien:
Hilfe erfolgt dort, wo sie gebraucht wird – schnell, professionell und ohne politische Bewertung.
Gerade vor dem Hintergrund globaler Krisen und zunehmender humanitärer Herausforderungen ist es aus Sicht des Landesverbandes erforderlich, dass sich auch Deutschland und Europa stärker zu ihrer Verantwortung bekennen.
Fazit:
Die Position des ASB ist eindeutig: Humanität ist nicht verhandelbar. Die Unterstützung ziviler Seenotrettung ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses als Hilfsorganisation – auch und gerade aus Sachsen-Anhalt heraus.

