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Bundeskonferenz 2026 in Hamburg

ASB stellt die Weichen für die Zukunft

Historischer Führungswechsel beim ASB: Bundeskonferenz 2026 stellt die Weichen für die Zukunft Sabine Wölfle ist die erste Bundesvorsitzende in der 138-jährigen Geschichte des Arbeiter-Samariter-Bundes. Die 22. ordentliche Bundeskonferenz am 7. und 8. November 2026 in Hamburg stand im Zeichen von Aufbruch, Verantwortung und Zusammenhalt. Auch der ASB-Landesverband Sachsen-Anhalt war vertreten und gestaltete die richtungsweisenden Entscheidungen auf Bundesebene mit.

Ein historischer Moment für den Arbeiter-Samariter-Bund

Es ist ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte des ASB: Erstmals seit seiner Gründung im Jahr 1888 steht eine Frau an der Spitze des Bundesvorstandes.

Mit 76,25 Prozent der Stimmen wählten die Delegierten Sabine Wölfle zur neuen Bundesvorsitzenden. Die 67-Jährige ist seit vielen Jahren im ASB engagiert, führt seit 2014 den Landesverband Baden-Württemberg und gehört seit 2022 dem Bundesvorstand an.

Sie übernimmt die Verantwortung in einer Zeit, in der Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen vor erheblichen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen stehen.

Die neue Bundesvorsitzende setzt auf einen starken, solidarischen und politisch wahrnehmbaren ASB. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die täglich Verantwortung übernehmen – im Ehrenamt ebenso wie im Hauptamt.

16 Jahre Verantwortung – Dank und Anerkennung für Knut Fleckenstein

Ein besonders bewegender Moment dieser Bundeskonferenz war der Abschied von Knut Fleckenstein aus dem Amt des Bundesvorsitzenden.

Seit 2010 hatte er die Geschicke des ASB auf Bundesebene maßgeblich geprägt. In diesen 16 Jahren entwickelte sich der Verband organisatorisch, gesellschaftspolitisch und strategisch weiter.

Knut Fleckenstein stand für einen ASB, der nicht nur hilft, sondern auch Haltung zeigt. Für eine Organisation, die Menschen zusammenführt, demokratische Werte verteidigt und Verantwortung weit über die Grenzen Deutschlands hinaus übernimmt.

Zu den prägenden Entwicklungen seiner Amtszeit gehören die strategische Verbandsentwicklung, die Stärkung von Vielfalt und Gleichstellung, die Weiterentwicklung verbindlicher Compliance-Strukturen sowie die internationale humanitäre Zusammenarbeit.

Besonders wichtig war ihm stets das Miteinander zwischen den Landesverbänden, den regionalen Gliederungen und dem Bundesverband.

Der ASB-Landesverband Sachsen-Anhalt dankt Knut Fleckenstein ausdrücklich für sein langjähriges Engagement, seine Verlässlichkeit, seine Verbundenheit mit den Samariterinnen und Samaritern und seinen unermüdlichen Einsatz für die Werte unseres Verbandes.

Seine Arbeit hat Spuren hinterlassen – in den Strukturen des ASB, vor allem aber bei den Menschen.

Dem ASB bleibt Knut Fleckenstein auch künftig verbunden: als Präsident von Samariter International.

Ein neuer Bundesvorstand übernimmt Verantwortung

Neben der Wahl der Bundesvorsitzenden entschieden die Delegierten über die weitere personelle Zusammensetzung des Bundesvorstandes.

Als stellvertretende Bundesvorsitzende wurden Dr. Christine Theiss und Prof. Dr. Michael Stricker gewählt.

Dem neuen Bundesvorstand gehören darüber hinaus an:

Matthias Vonnemann

Kristin Schuhmann

Ina-Maria Ulbrich

Benjamin Schuldt

Jens Burgemeister

Marion Zimmermann

Andreas Geisel

Komplettiert wird das elfköpfige Gremium durch den bestätigten Bundesjugendleiter Darius Molitor.

Mit dieser Zusammensetzung verbindet der ASB Erfahrung und Kontinuität mit neuen Perspektiven.

Solidarisch. Menschlich. Zukunftsorientiert.

Die Bundeskonferenz war weit mehr als eine Wahlveranstaltung. Als höchstes Beschlussorgan des ASB bestimmte sie auch die inhaltliche Ausrichtung des Verbandes für die kommenden vier Jahre.

Mit der Verabschiedung eines neuen Leitbildes unter dem Leitgedanken „Solidarisch. Menschlich. Zukunftsorientiert.“ setzt der ASB ein deutliches Zeichen.

Im Mittelpunkt stehen gesellschaftlicher Zusammenhalt, Vielfalt, demokratische Grundwerte und eine klare Haltung gegen Ausgrenzung und Extremismus.

Gerade in einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Spannungen kommt Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen eine besondere Verantwortung zu. Der ASB versteht sich dabei nicht allein als Dienstleister, sondern als aktiver Mitgestalter einer solidarischen Gesellschaft.

Für Sachsen-Anhalt sind diese Grundsätze von unmittelbarer Bedeutung. Ob im Rettungsdienst, im Bevölkerungsschutz, in der Pflege, in der Kinder- und Jugendhilfe oder im ehrenamtlichen Engagement: Die Samariterinnen und Samariter übernehmen täglich Verantwortung für Menschen, die Unterstützung benötigen.

Sachsen-Anhalt bringt sich aktiv ein

Der ASB-Landesverband Sachsen-Anhalt war auf der 22. ordentlichen Bundeskonferenz in Hamburg durch Vertreter seiner Landesgremien und der Landesgeschäftsführung vertreten.

Zur Delegation beziehungsweise den benannten Vertretern aus Sachsen-Anhalt gehörten:

Matthias Quickert, Landesvorsitzender

Frank Hense, stellvertretender Landesvorsitzender

Michael Fügener, Mitglied des Landesvorstandes

Heiko Rudloff, Mitglied der Landeskontrollkommission

Sven Baumgarten, Landesgeschäftsführer

Die Bundeskonferenz bietet den Landesverbänden die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Perspektiven in die bundesweiten Entscheidungen einzubringen.

Gerade für einen föderal organisierten Verband wie den ASB ist dieser Austausch unverzichtbar. Denn die bundespolitischen Weichenstellungen müssen sich letztlich auch in der praktischen Arbeit der regionalen Gliederungen bewähren.

Starke Kontrolle, klare Verantwortung und eine engagierte Jugend

Auch die weiteren Wahlen unterstreichen die Bedeutung funktionierender demokratischer Strukturen innerhalb des ASB.

In die fünfköpfige Bundeskontrollkommission wurden Prof. Dr. Steffen Reik, Ralf Möbius, Detlef Hapke, Martin Retsch und Sonja Spilker gewählt.

Zu Vorsitzenden der beiden Kammern des Bundesschiedsgerichts bestimmten die Delegierten Dr. Sebastian Paul Luth und Frank Kott.

Ein wichtiges Signal ging zudem von der Arbeiter-Samariter-Jugend aus: Darius Molitor wurde mit 145 Ja-Stimmen als Bundesjugendleiter bestätigt.

Die Jugend ist ein wesentlicher Bestandteil der Zukunft des Verbandes. Sie steht für Mitgestaltung, Verantwortungsübernahme und die Weitergabe samaritanischer Werte an kommende Generationen.

Auch in Sachsen-Anhalt gewinnt die Weiterentwicklung der Arbeiter-Samariter-Jugend zunehmend an Bedeutung.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Die Bundeskonferenz 2026 markiert einen wichtigen Übergang: Ein langjähriger Bundesvorsitzender verabschiedet sich aus der ersten Reihe, eine neue Bundesvorsitzende übernimmt Verantwortung, und ein neu zusammengesetzter Bundesvorstand stellt sich den Herausforderungen der kommenden Jahre.

Für den ASB-Landesverband Sachsen-Anhalt steht fest: Ein starker Bundesverband braucht starke Landesverbände und engagierte regionale Gliederungen. Nur gemeinsam können wir die sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft erfolgreich bewältigen.

Wir gratulieren Sabine Wölfle und allen gewählten Mitgliedern der Bundesgremien herzlich zu ihrer Wahl und wünschen ihnen für die kommenden vier Jahre viel Erfolg, eine glückliche Hand und stets den Blick für die Menschen, für die wir als ASB Verantwortung übernehmen.

Wir helfen hier und jetzt. Auch morgen.